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Sonntag, 20. Mai 2007, 20:41

Dokumentation über Goldfarmer - Ein Preview

Der Tausch von echten Euros gegen virtuelles Gold ist leider auch in GuildWars verbreitet. Aufrichtige Spieler laufen dagegen meist Amok, denn eigentlich gibt es keinen Grund sich mit virtuellem Gold einzudecken, funktionale Perfektion ist sehr erschwinglich geworden. In anderen Spielen ist der Hunger der Spieler nach einfachsten Verbrauchsmaterialien, wie Tränken, durchaus sehr hoch, manchem Hardmode Spieler stellt sich das Problem bestenfalls in Form von Zuckerstangen. Als direkte Folge ist in allen MMOs eine lebhafte Szene von Chinesischen Spielern entstanden, die ihren Lebensunterhalt damit verbringen Gold und Materialen des täglichen Bedarfs zu grinden.

Das Dokumentarfilmprojekt Chinesegoldfarmers befasst sich mit dieser Problematik und verspricht alle Seiten zu beleuchten. In den unten verlinkten Preview-Clips bekommt ihr einen ersten Eindruck des Films, gezeigt wird die Lebensumstände der chinesischen Goldfarmer. Interessant vor allem das dritte Preview mit einem jungen Chinesen ohne Schulabschluss, für den berufsmäßiges Farmen die einzige Erwerbsquelle geworden ist. Professionelles Gaming nicht als Traumjob mit Sponsoren ala Fatal1ty, sondern Fließbandarbeit mit Dumpinglohn, druchgeführt von Jugendlichen ohne sonstige Perspektiven. Interessant wie sogar er sich über Botter beschwert und diese zum Teufel wünscht; gäbe es nur Bots wäre er ja arbeitslos. Das Verständnis, um welches er bittet, ist mehr verzweifelter Selbsterhaltungstrieb denn logisches Argument.

Jetzt soll keiner denken ich drück hier auf die Tränendrüse für arme Chinesen. Klar, ein bekanntes Einzelschicksal ist immer eine Tragödie, eine Million Tote dagegen meist nur Statistik. Das ändert nichts an dem Faktor, dass GuildWars nach Vorstellungen der Entwickler ein Spiel bleibt und keine globalisierte Plattform für Diesnstleistungstransfers darstellen soll. Diese Vorstellung gilt es zu respektieren und sie wird von ArenaNet aktiv durchgesetzt. Spielbalance rührt somit von Patches am Spiel, nicht vom Grind-Outsourcing ins Reich der Mitte. Unsere Kaufkraft in Verbindung mit der bitteren Armut in China mag solche Transfers erst ermöglichen, doch sind sie nicht als Bestandteil des geplanten Spielerlebnisses gedacht gewesen und werden daher bekämpft. Ob nun in der Form von Bots, oder pseudo-cleverer 'Devisenhändler' ist egal.

Publisher, welche sich die Kaufkraft der Kunden zu nutze machen, indem sie per Microtranfers jedes Items einzeln verkaufen, gibt es bereits genug. Entwicklungshilfe für China ist nicht Bestandteil des GuildWars Geschäftskonzepts, ebenso wenig wie Einzelitemverkäufe und Monatsgebühren. Anderer Hersteller decken damit nicht nur die Unkosten, sie erzeugen vor allem fette Gewinne, wie jeder aus Vivendis Geschäftszahlen ablesen kann. ArenaNet reguliert den Zugang zu ihren Servern weder mit Monatspauschalen, noch mit Kleinverkäufen, deswegen wäre es widersinnig anzunehmen es bestünde eine Legitimation die virtuellen und reellen Wirtschaftskreisläufe zu verknüpfen, um eine Spielbalance herzustellen, oder sich Zugang zu Belohnungen zu verschaffen. Ihr selbst könnt dem Verfall der wahrgenommenen Werte in GW entgegentreten, indem ihr gegen Botting und Goldhandel kämpft. Damit ein Prestigeobjekt nicht zum reinen eBay Kaufobjekt verkommt, oder von selbsternannten Professionellen Spielern im Namen des Real-Profits in Grund und Boden gefarmt wird. Ein virtuelles Item kann nur für einen virtuellen Spielerfolg stehen, alle anderen implizierten Werte, speziell die eigene Person betreffend, sind Illusion. Nimmt ein sog. asiatischer Dienstleiter dem Item auch noch diese Würde, ist es endgültig wertlos und gesellt sich zum übrigen Überangebot der Produkte, an denen keiner interessiert ist. Ursachen für diese neue Wirtschaft gibt es viele, Geltungsdrang seitens der Spieler ist nur einer, ein weiterer liegt gar in den Spielmechaniken der MMOs begraben. Denn solange Gold der Maßstab für Gütererwerb in einem Spiel ist, wird ArenaNet, wie jeder andere Entwickler, den Kampf gegen die Chinesischen Billiglohngrinder kämpfen müssen. Aber ein Spiel ohne reine Geldwirtschaft und ausuferndem Handel ist auch etwas unvorstellbares... ...oder doch nicht?

Ihr könnt euch derweil die Previews Eins, Zwei und Drei ansehen, die das Dokumentarfilmprojekt bislang bereitgestellt hat.


Quelle:
Rechtschreibfehler sind gewollt - nicht zufällig!
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