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Samstag, 26. Februar 2011, 20:39

Von Geistern und Drachen - Abschluss der Norn-Woche

Den Abschluss der Norn-Woche macht ein Blog-Eintrag über die Kultur der Norn. Dabei werden die vier wählbaren Tiergeister, Norn-Schamanen und der Verbleib der anderen Geister erläutert.

Link:
- ArenaNet Blog (englisch)
-Wartower (Vollständige Übersetzung)



Ein Geist der Legenden
Das Leben in den frostigen Zittergipfeln bringt viele große Bürden mit sich und jene die sich dazu entschließen in ihnen zu leben müssen so unerschütterlich sein wie die Berge selbst. Den Norn sind viele Tugenden zu Eigen, unter anderem auch eine grimme Zähigkeit und der Willen sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen. Zu den grundlegenden Bestandteilen der Kultur der Norn gehört ihre Verehrung der Geister der Wildnis, manifestierte Verkörperungen der Natur. Diese geistwesen sind ihnen nicht nur ein Quell der Inspiration, sondern sie sind Führer und Verbündete auf der schwierigen Reise durchs Leben.

Das Feuer spuckte Funken gen Himmel wie Sterne die danach trachten in ihr weites, dunkles Heim zurückzukehren. Aber es war keine Freude in diesen Flammen. Von dem was einst eine stolze Lodge gewesen war blieb nun kaum mehr als ein Haufen Asche in den Schatten von flackernden, glühenden Balken.

„Es tut mir Leid, Viskar.“ Der alte Skaalde legte dem Jungen die Hand auf die Schulter. „Es gibt nichts was wir hier tun können. Dein Vater hat sein Haus und alles was darin war in seiner letzten Wette gegen Grimhilde verloren. Es war ihr Recht mit ihrem Gewinn zu tun was immer sie wünschte.“

„Sie hat betrogen. Sie hat betrogen, aber ich kann es nicht beweisen. Was ist mit meinem Vater, Fiach?“ Der Jugendliche knurrte die Worte heraus, die Silben abhackend wie ein Wolf der danach trachtet sein Bein abzubeißen um aus einer Falle zu entkommen. „Hatte sie das „Recht“ auch ihn zu töten?“

Der alte Fiach seufzte. „Es war sein Fehler sie anzugreifen. Es wird keine Vergeltung für Grimhildes Taten von den Wolfsgeborenen Hoelbraks geben. Auch du solltest nicht nach Rache trachten, Viskar. Du bist ein neuer Jäger, kaum alt genug deine eigene Klinge zu führen. Grimhilde ist stark und Legenden ihrer Grausamkeit werden am Lagerfeuer erzählt um Kindern und Menschen Angst einzujagen. Den Kopf schüttelnd zog er das Leopardenfell enger um seine müden Knochen. „Vergiss deine Wut, Jüngling. Begrabe deinen Vater. Überlasse diese Angelegenheit den Krähen.“

„Nein.“ Viskar wischte sich mit dem Handrücken die Tränen weg, Rußspuren auf seinen blassen Wangen hinterlassend. „Ich mag jung sein, Fiach, und ich mag unerfahren sein.“ - „Aber ich bin immer noch Norn.“

Bär, Schneeleopard, Rabe und Wolf
Die Norn glauben an die Stärke des Einzelnen, den individuellen Sieg, und eine irdische Spiritualität die sowohl ursprünglich als auch komplex ist. Sie verehren die Geister der Natur, Verkörperungen von Tieren zugleich Wächter und Essenz der Welt sind. Man kann sagen dass es wohl genauso viele Geister der Wildnis wie grundlegende Tierarten gibt – ein Geist des Wolfes um alle Wölfe zu verkörpern, ein Geist des Dolyak um Lektionen der Stärke und des Durchhaltevermögens zu lehren, und so weiter. Anders als die menschlichen Götter verkörpern die Geister der Wildnis keine höheren Konzepte wie „Krieg“ oder „Natur“, sondern verkörpern vielmehr all die komplexen Tugenden und Laster der Tiere, die sie repräsentieren.
Aufgrund ihrer Geschichte sind den Bewohnern der großen Lodge von Hoelbrak die Geister des Bären, des Schneeleoparden, des Raben und des Wolfes am wichtigsten.

Diese Geistwesen manifestierten sich um die überlebenden Norn nach Süden zu führen nachdem ihre Heimatländer durch das Erwachen des Drachen Jormag verwüstet wurden. Der Bär wird von diesen Geistern am meisten verehrt und wird als Symbol der Stärke, der Erkenntnis und der Weisheit angesehen. Der Schneeleopard ist ein einzelgängerischer, verstohlener Geist, sehr ähnlich dem Tier für das er steht, und wird für die von ihm gehorteten Geheimnisse verehrt. Der Rabe ist ein durchtriebener Schwindler der Rätsel und Wortspiele, während der Wolf als Geist des Teamworks, der Freundschaft und der Familie gesehen wird. Die Norn entscheiden sich für den Pfad eines bestimmten Geistes der Wildnis weil sie sich den von ihm gelehrten Lektionen nahe fühlen.

Es ist wichtig zu erwähnen dass der Fakt dass die vier Geister bei der Flucht der Norn vor Jormags Angriffen zusammengearbeitet haben nicht bedeutet dass sie oder ihre Anhänger immer im allerbesten Verhältnis zueinander stehen. Anhänger des Wolfes schmähen die Heimlichkeit des Schneeleoparden als „Feigheit“, die Schamanen des Bären sind bekannt dafür den Anhängern des Raben zu misstrauen und bezeichnen ihre Täuschungen als unehrenhaft und schwach. In den Streitgesprächen werden die Geschichten epischer Kämpfe zwischen den Helden der Lodges erzählt, wodurch sowohl die verkörperten Tugenden als auch Laster ihrer Schutzgeister in den Legenden unsterblich werden.


Die Bürde eines Schamanen
Anders als bei den Menschen, deren Priester für ihre Hingabe an einen bestimmten Gott verehrt werden, fühlen sich die Norn gleichermaßen von allen Geistern gelenkt und behütet. Einige Norn folgen keinem bestimmten Pfad sondern ziehen es vor alle Geister der Wildnis zu verehren und immer gerade jenem zu folgen, dessen Lektionen in ihrem alltäglichen Leben gerade angemessen scheinen. Diejenigen die sich dazu entschließen Schamanen zu werden weihen sich einem bestimmten heiligen Gebiet eines Geistes: einem Schrein, einer Lodge oder einem Jagdgebiet das ihrem Schutzgeist der Wildnis zugesprochen wird. Sie dienen ihren Leuten als Wächter und Lehrer, beschützen ihr Gebiet und lehren anderen die Lektionen des Geistes dem sie dienen.

Vier der mächtigsten und hingebungsvollsten Schamanen sind als die Sprecher von Hoelbrak bekannt. Sie kümmern sich um die vier Lodges rund um Hoelbraks Haupthalle, die zu Ehren der Geister gebaut wurden die die Norn in Sicherheit geleitet haben. Der (die?) Weise Alarrin von den Frostgeborenen spricht für die Lodge des Bären; Moda die (der?) Schwarze ist der Fürsprecher des Raben; die Wolfslodge wird von einem jungen Sprecher namens Fastulf Jotharsson geführt; die schöne und geheimnisvolle Valharantha ist die Sprecherin des Schneeleoparden.

Schamanen können überall in den Zittergipfeln und selbst in weit entfernten Gebieten angetroffen werden, aber eine bestimmte Sorte Schamane, bekannt als Havroun, ist weit seltener. Ein Havroun ist ein spezieller Diener eines Geistes, ein wachsamer und aktiver Verteidiger der Interessen seines Geistwesens in dieser und der nächsten Welt. Havrouns haben die einzigartige Fertigkeit physisch in die Nebel überwechseln und zur Halle der Geister gehen zu können, wo die Mutigen für immer weiter leben. Sie müssen dafür kein Portal öffnen oder ein Ritual durchführen, solange sie nicht jemanden mitnehmen wollen. Sie treten einfach in die Geisterwelt hinüber, sie senden ihren Geist so spielend leicht in die Nebel hinüber wie es ist eine Kaminplatte zu überqueren. Es gibt nur einen Havroun pro Geist der Wildnis. Es mag aber einen weiteren in der Ausbildung geben, wenn der derzeitige Havroun alt oder müde geworden ist und sich auf seine letzte Reise in die Nebel vorbereitet.


Die anderen Geister
In erster Linie verehren die Norn von Hoelbrak die vier Geister der Wildnis die sie nach Süden geführt haben. Es gibt aber noch weitere Geistwesen, und jedes von ihnen lehrt seine Lektionen auf seine eigene Weise. Einige sind weniger mächtig, wie etwa der Minotaur, der Wurm oder der Adler, und werden selten gesehen oder angerufen. Einige Geister sind nicht empfindungsfähig, wie die der Berge, des Feuers oder der Dunkelheit, und werden als Herausforderungen angesehen gegen die man angeht oder als legendäre Herausforderungen die sich dem Helden in den Weg stellen. Sie sind keine Freunde oder Führer wie die Geister der Wildnis.

Es gibt also eine kleine Gruppe Geistwesen die mit großer Sorge verehrt werden. Diese „verlorenen“ Geister der Wildnis blieben zurück um Jormag zu bekämpfen. Eule, Dolyak (auch als Ochse bekannt), Adler und Vielfraß werden für ihren Mut und ihr Selbstopfer gepriesen. Die Norn wissen vom Tod der Eule – der letzte Havroun der Eule bestätigte ihn – aber vom endgültigen Verbleiben des Dolyaks, des Adlers und des Vielfraß wissen selbst die Schamanen nicht zu berichten. Seit Generationen wurde kein Norn damit beehrt Havroun dieser Geister zu werden, aber es ist auch nicht ungewöhnlich für schwächere Geister (oder jene die dieser Welt nicht so nah stehen) keinen Havroun zu haben. Alles was man mit Sicherheit sagen kann ist dass diese Geister die Frontlinien im fernen Norden gehalten und mit ihrem Mut den Rückzug der Norn vor Jormags Klauen gedeckt haben.


Drachen
Seit dem Erwachen Jormags gibt es jene unter den Norn – immer jung, männlich und begierig sich zu beweisen – die der Ansicht sind dass „Drachen“ mit den Geistern der Wildnis verehrt werden sollten. Sie bewundern Jormags Stärke, seine Bösartigkeit und seine Grausamkeit. Sie behaupten dass, indem man dem Pfad des Drachen folgt, ein Norn so unbesiegbar wie der Drachen selbst werden kann. Sie blicken auf die Geschichte von Jora und ihrem Bruder, Svanir, und sehen ihn als den ersten Konvertierten zu diesem neuen Geist. Jora, die den Segen des Drachen nicht akzeptierte, wird von diesem Kult geschmäht – so wie alle Frauen. (Interessanterweise teilt Jormag nicht die Vorurteile seiner Anhänger, der Söhne Svanirs. Man weiß dass er alle Rassen und Geschlechter korrumpiert.)

Drachenhaben keinen wahren Schamanen, keinen Havroun. Diejenigen die ihm folgen haben nicht die Möglichkeit um seines Willen in die Nebel zu gehen, genauso wenig wie sie mit den Gaben gesegnet sind die die Norn von ihren Schamanen der Geister der Wildnis erwarten. Ein Drachenschamane mag glauben dass er spirituell wäre, aber er ist schrecklich weit von der Wahrheit entfernt. Diese Advokaten des Drachen lehren nur Verdorbenheit; sie geben verdorbene Segnungen; sie werden auf ewig von Jormag verwandelt. Am Ende werden auch sie zu Eisbrut und dienen der Bestie. Sie mögen sich zwar Schamanen nennen, aber die meisten Norn sehen sie als Narren – als gefährliche Narren. Und doch lockt das Versprechen von Macht – und die Herausforderung, die Gaben des Drachen zu meistern – weiterhin arrogante und angestachelte junge Norn in den Dienst des Drachen.

Die Kultur der Norn betont Individualität. Sie verlangt dass eine Person anhand ihrer eigenen Taten beurteilt wird, nicht anhand derer einer Gruppierung der sie angehören. Wenn drei Söhne Svanirs einen Schrein attackieren wird man sie jagen und bestrafen. Das heißt aber nicht dass ein anderer Norn, der für sich in Anspruch nimmt ein Teil der Söhne Svanirs zu sein, aufgrund dieses Vorfalls bestraft oder schlecht behandelt würde. In der Denkweise der Norn hat er nichts getan und kann somit nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Das bedeutet nicht dass die Norn die Zugehörigkeit einer Person ignorieren oder dass sie nicht verstehen dass die Söhne Svanirs gefährlich sind. Es ist einfach so dass die Norn als Volk kein Individuum an den Sünden seines Stammes messen.

Ein Norn lebt und stirbt mit seiner eigenen Legende.
Rechtschreibfehler sind gewollt - nicht zufällig!
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