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Mittwoch, 10. August 2011, 19:32

Die Seele der Sylvari

Mein Name ist Angel Leigh McCoy und ich bin einer von mehreren Schriftstellern im Guild Wars 2 Design-Team. Wir formen Tyria zu einer lebendigen, atmenden Welt und ich bin hier um euch an einigen Audio-Clips von Spiel-Dialogen teilhaben zu lassen und euch einen Eindruck der Sylvari, Tyrias neuester Rasse, zu geben.

Das Wesen(tliche) der Sylvari

Es macht, für alle Klassen in Guild Wars 2, Spaß zu schreiben doch die Sylvari rangieren für mich in den Top 3. Ich liebe das Gemisch ihrer Tugendhaftigkeit und Unschuld im Kontrast zur düsteren Welt um sie herum. Dieser Zwiespalt bringt die Opferbereitschaft, den Edelmut und Tyrias tragischen Krieg mit den Drachen zur Geltung.

Bemerkenswerterweise begann die Existenz der Sylvari erst vor 25 Jahren (Jahre im Guild-Wars Universum) durch das Erwachen der zwölf Erstgeborenen. Seitdem erwachen stetig neue Sylvari und ihre Anzahl wächst im laufe der Zeit.

Sylvari betreten die Welt voll ausgewachsen. Sie entwickeln sich aus Hülsen der Blassen Eiche; ein magischer,
fühlender Baum, tief verwurzelt in Tyria und verzweigt im "Traum". Sie verlassen den Traum - ein mystischer Ort an dem sich die Erinnerungen der Sylvari sammeln, entwickeln sich in ihren Kokons und erblicken das Licht der Welt. Ihr Wissen rührt aus der Beobachtung der Welt während ihres Aufenthaltes im Traum. Die ersten Tage ihres Lebens sind gefährlich doch sie treffen auf Berater und andere Neuerwachte die ihnen auf ihrem Weg helfen.
In der folgenden Reihe von Episoden versucht ein männlicher Sylvari, einer weiblichen Norn sein Erwachen zu erklären. Hört mal rein:



Die Sylvari aus dem Nichts entwerfern

Die Sylvari haben sich über die Jahre stark weiterentwickelt. Als wir sie zum ersten Mal konzipierten, sahen sie aus wie knorrige, hölzerne Gestalten. Die nächste Konzeptkunst-Iteration ähnelte Kindern. Wir wollten nicht, dass kindliche Krieger in den Kampf ziehen, also machten wir ihr Aussehen erwachsener. Sylvari waren anfangs auch telepathisch veranlagt, aber wir merkten schnell, was für ein spielmechanischer und geschichtlicher Albtraum das wäre, also beschränkten wir ihre Telepathie und machten sie stattdessen zu Empathie. Das passte besser zu ihnen.

Das Autorenteam, geleitet von Bobby Stein, verbrachte zusammen mit den Welt-Designern Ree Soesbee und Jeff Grubb viele Stunden damit, über die Sylvari zu diskutieren; wie ihr Leben wäre und wie sie handeln würden. Wir nahmen diese Diskussionen und entwarfen den gewöhnlichen Sylvari, dem ihr in den Straßen von Götterfels oder anderswo in der Welt begegnet. Einige der Fragen, die wir uns stellten, waren folgende:

Wie sehen die ersten paar Wochen eines Sylvari-Lebens aus?

Die ersten paar Wochen sind eine Übung in der Überwindung von Orientierungslosigkeit. Glücklicherweise helfen Viele den Sylvari, sich anzupassen.

Sylvari haben keine Brüder, Schwestern, Eltern oder irgenwelche anderen familiären Bindungen. Wie wirkt sich das auf die Art aus, wie sie mit Anderen Beziehungen eingehen?

Sie dürfen sich ihre Familie wählen! Die ehrenhaften Sylvari können extrem loyal sein, sobald eine Bindung mit einem anderen Lebewesen einmal eingegangen ist. Sylvari haben außerdem ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu ihrem Volk, nicht nur wegen der empathischen Verknüpfungen, die sie verbinden, sondern weil nur die Mitglieder ihres Volkes verstehen können, was es bedeutet, ein Sylvari zu sein. Diese Bindungen mögen durch geteilte Erfahrungen gestärkt sein oder aber nach langer Zeit geschwächt, wie bei entfernten Cousins, die man nur an Feiertagen sieht.

Haben Sylvari romantische Beziehungen?

Sylvari verlieben und trennen sich genau wie die anderen Völker. Sie haben eine romantische Sicht von Hingabe und sind neugierig auf Leidenschaft in all ihren Formen. Es gibt männliche und weibliche Sylvari, aber keiner hat je ein Kind hervorgebracht, wie es die anderen Völker tun. Deswegen haben traditionelle Geschlechterrollen wie die der Menschen keine Bedeutung für die Sylvari, weder in ihrer Gesellschaft, noch in ihren romantischen Beziehungen. Oftmals wird die Glut eines Sylvari mit vornehmer Hingabe ausgedrückt -- emotional, empathisch, persönlich -- und ist nicht notwendigerweise vom Geschlecht bestimmt.

Sind Sylvari naiv?

Sylvari mögen naiv sein, wenn sie den Kokon zum ersten Mal verlassen, aber das bleiben sie nicht lange. Sie lernen ihre Lektionen schnell, speziell wenn jene etwas mit Beulen, Hieben oder gebrochenen Herzen zu tun haben.

Haben sie Verständnis dafür, was es heißt, ein Kind zu sein, obwohl sie voll ausgewachsen erwachen?

Nein. Sie waren nie Kinder. Diese kleinen Lebewesen -- Miniaturversionen der Erwachsenen --, die so gut beschützt werden, sind den Sylvari fremd. Viele erschaudern bei dem Gedanken, so verletzlich geboren zu werden.


In der Gruppe dachten wir über diese Fragen und viele weitere nach, bis wir ein Volk hatten, das sich fertig anfühlte. Wir probierten dann verschiedene Herangehensweisen an Sylvari-Dialoge aus. Während dieses Prozesses identifizierten wir diverse Leitgedanken, die unsere Sylvari-Stimme definieren.

Sylvari Schlüsselelement #1: Ehre

Die Ehre eines Sylvari gibt ihr ein Gefühl für Anstand welches die Jugend der anderen Rassen nicht besitzt. In vielerlei Hinsicht sind sie wie die Ritter der Tafelrunde (ohne Bevorzugung eines Geschlechts). Sie nehmen ihre Aufgaben ernst und leben nach ihrem eigenen Gesetz. Ihr Justiz-System beinhaltet Duelle und wenn Duelle nicht mehr ausreichen entscheidet die Weisheit eines alten Sylvari. Obwohl es auch böse Sylvari gibt, stehen die meißten für das Gute ein und selbst jene die dem Alptraum erliegen haben einen Hass auf den alten Drachen Zhaitan und dem Schrecken von Orr. Hört zu:



Sylvari Schlüsselelement #2: Neugierde

The Rasse der Sylvari ist keine 25 Jahre alt und die meißten Sylvari sind jünger als 20. Bevor sie zur Welt kommen, haben sie bereits sehr viel im Traum gesehen. Doch nichts davon haben sie selbst erlebt. Aus diesem Grund könnte ein Sylvari sehr überrascht, erfreut oder sogar voller Bewunderung für etwas sein, das den meißten Einwohnern Tyrias banal erscheint.

Trotz allem sind die Sylvari keine kindischen Wesen die in jedem Grashalm ein Wunder sehen. Sie haben einen Hang zur Verwunderung doch sie sind nicht blauäugig. Sie wurden in eine kriegerische Welt hinein geboren und ihr eigenes Zuhause, der Hain, erleidet ständige Angriffe. Sie lernen schnell, dass Personen betrügen, das Tod schmerzhaft ist und das böses existiert. Trotz allem zieht es sie hinaus in die Welt um anderen zu helfen, Fehler zu korrigieren und vielleicht, eines Tages, um alles böse zu vertreiben. Hört zu:



Sylvari Schlüsselelement #3: Einfühlungsvermögen

Als Frucht der blassen Eiche haben die Sylvari eine besondere Verbindung zu Pflanzen. Sie können der Pflanzenwelt häufig nachempfinden, sie beherrschen sogar verschiedene magische Fähigkeiten die ihnen erlauben Pflanzen zu solch nützlichen Gebilden wie Mauern, Rüstungen und Bewaffnungen wachsen zu lassen.

Als Empfindungsfähiges Pflanzen-Lebewesen erleben sie manchmal die Gefühle anderer Sylvari. Wenn das Gefühl stark genug ist. Sie bekommen keine anderen Informationen als das Gefühl selbst, doch es ist etwas dass alle Sylvari verbindet und ihnen ein Gefühl der Zugehörigkeit gibt. Hört zu:


Sylvari Schlüsselelement #4: Der Traum

Sylvari existieren in einem Traum aus Träumen bevor sie erwachen. In diesem Schoß ziehen sie Nahrung von ihrer Mutter der blassen Eiche und zusammen mit dieser Nahrung erhalten sie das Wissen der Welt. Die blasse Eiche sammelt ihr Wissen von allen erwachten Sylvari. Sie sammelt Erinnerungen ihrer Erfahrungen wie ein mystisches Netz das Blätter im Wind fängt. Je intensiver oder emotionaler eine Erfahrung ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass diese Erinnerung in das Bewusstsein des Baumes dringt und in den Traum sickert wo noch nicht erwachte Sylvari sie beobachten können. So mächtig es ist, die Eiche sieht nicht jeden Moment im Leben eines Sylvari und sie ist nicht allwissend.

Ausserdem sehen nicht alle Sylvari die selben Visionen des Traums. Deshalb erwacht jeder Sylvari mit seinem eigenen Wissensstand über die Welt. Der Traum kann Anhaltspunkte der Klassen und Talente der Sylvari vorhersagen. Er kann historische Ereignisse andeuten welche die zukünftigen Entwicklungen und Entscheidungen der Sylvari beeinflussen. Er kann Wissen des täglichen Lebens, aus der Gesellschaft der Sylvari und anderen Rassen, vorhersagen. Sie sehen viele Dinge von Tyria und sind somit bereit für den Start ins Leben nachdem sie voll ausgewachsen erwachen und den Baum verlassen.

Ein kleiner Teil der erwachten Sylvari empfängt eventuell den Ruf der wilden Jagd. Die ersten Andeutungen dessen erschienen ihnen, bevor sie erwachten, im Traum - obwohl sie nur wenige als solche bemerken würden. Ein Sylvari der zur wilden Jagd gerufen wurde hat eine besonders wichtige Bestimmung und wird ein beherzter Jäger. Mit der wilden Jagd geht große Verantwortung einher so wie sie eine großartige Gelegenheit bietet. Die meisten Sylvari nehmen es so ernst, dass sie für diese Aufgabe sterben würden. Jede wilde Jagd der Sylvari ist einzigartig. Hört zu:


Sylvari Schlüsselelement #5: Philosophie

Als die ersten Sylvari am Fuß der blassen Eiche erwachten fanden sie eine Steintafel - Ventaris Tafel - mit sieben Lehren um nach ihnen zu leben. Sie waren von Ventari geschrieben, ein weiser Zentaur der hunderte Jahre vor den ersten Sylvari lebte. Die Sylvari nahmen die Lehren an als ob jemand auf die Worte eines Propheten hört. Sie diskutieren ihre Bedeutungen und haben regen philosophischen Austausch über die Natur des Lebens, der Liebe und Ehre. Hört zu:



Vielfalt

Die Sylvari haben Persönlichkeiten, die sich aus komplexen Emotionen, Eigenarten und Zielen zusammensetzen. Sie sind schnell genauso kompliziert und differenziert wie unsere anderen Völker geworden. Ihr werden an keinem von ihnen irgendein Schema F oder Oberflächlichkeit finden, und unsere Ingame-Dialoge geben uns die Möglichkeit, die Sylvari in all ihren Farben, Formen und Größen darzustellen.

Quele: The Sylvari Soul – Angel McCoy on Writing the Sylvari
Rechtschreibfehler sind gewollt - nicht zufällig!
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